Euroclassic 2019 bietet musikalische „heimat/en“ der Extraklasse

Musikfestival der Region Saar-Pfalz und Pays de Bitche setzt vom 1. September bis 31. Oktober 2019 in seiner 19. Auflage erneut künstlerische Maßstäbe in unterschiedlichsten Genres

Euroclassic 2019 bietet musikalische "heimat/en" der Extraklasse

Einer der Euroclassic-Teilnehmer 2019: Uwaga! (Bildquelle: © Ebbert & Ebbert Fotografie)

„heimat/en“ lautet das Motto des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz – inspiriert davon ist auch das traditionsreiche grenzüberschreitende Musikfestival Euroclassic in der Region Saar-Pfalz-Pays de Bitche in seiner nunmehr 19. Auflage. Vom 1. September bis 31. Oktober 2019 kann sich das Publikum dabei erneut auf hochkarätig besetzte Konzerte und Veranstaltungen verschiedenster Genres in den Städten Zweibrücken, Pirmasens, Blieskastel und Bitsch sowie den Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land und Bitscher Land freuen. Dort werden sich auch 2019 wieder zahlreiche Künstler und Ensembles mit nationalem und internationalem Ruf ein außergewöhnliches Stelldichein geben. Die Festivaleröffnung findet am 1. September im Espace Rene Cassin in Bitsch statt.

Im Rahmen des zweitgrößten Musikfestivals im Südwesten wartet die Stadt Pirmasens in diesem Jahr mit insgesamt sieben Euroclassic-Veranstaltungen auf. Das facettenreiche Spektrum umfasst dabei klassische Konzerte unter anderem mit dem Festivalorchester Euroclassic unter Leitung der renommierten Violinistin Antje Weithaas, ein Familienmusical, das für eine tolerante Weltanschauung wirbt, ein ungewöhnliches Beethoven-Crossover, eine musikalisch begleitete Lesung, virtuose Artistik aus den Niederlanden und ein Liederabend rund um eine Liebesgeschichte aus dem 15. Jahrhundert. Diese Vielfalt im Pirmasenser Angebot spiegelt gerade auch das Kultursommer-Motto „heimat/en“ wider, das den Begriff Heimat bewusst in den Plural setzt und damit die vielen unterschiedlichen Formen symbolisiert.

Das Programmheft mit Informationen zu allen Spielstätten und Veranstaltungen steht in Kürze unter www.festival-euroclassic.eu zweisprachig zum Download zur Verfügung. Der Vorverkauf für die Events in Pirmasens läuft seit Montag, 20. Mai 2019; Karten sind im Städtischen Kulturamt erhältlich, telefonisch unter 06331 842352 oder per Mail an kartenverkauf@pirmasens.de.

Alle Veranstaltungen im Überblick
Sonntag, 8. September, 18.00 Uhr, Festhalle Pirmasens:
Sinfoniekonzert mit dem Festivalorchester Euroclassic
Leitung und Solo: Antje Weithaas, Violine
Programm: Felix Mendelssohn-Bartholdy: „Die Hybriden“ (Ouvertüre), Violinkonzert e-Moll, op. 64; Ludwig v. Beethoven: Sinfonie Nr. 6, „Pastorale“
Das Festivalorchester Euroclassic bietet mit rund 50 jungen und hochqualifizierten Musikern aus ganz Europa und vielen Ländern weltweit ein attraktives und anspruchsvolles Programm, einstudiert von Antje Weithaas, einer der international profiliertesten Violinistinnen.

Samstag, 14. September, 16.00 Uhr, Festhalle Pirmasens:
„König Keks“ – eine süß-scharfe Musical-Oper
Musik: Peter Schindler; Text: Babette Dieterich, Peter Schindler
Bezirkskantorei und Chorklassen Immanuel-Kant-Gymnasium
Leitung und Inszenierung: Maurice A. Croissant und Volker Christ
Frei nach Shakespeare und dessen berühmtem Werk „Romeo und Julia“ führen in dieser süß-scharfen wie spannenden Liebesgeschichte ein verliebter Prinz und eine mutige Baronesse zwei fremde Kulturen und zwei verfeindete Familien in einem dramatischen Happy End zusammen. Peter Schindler gelingt dabei ein beeindruckender Appell an Mut, Toleranz und Versöhnung unterschiedlicher Weltanschauungen.

Sonntag, 15. September, 18.00 Uhr, Forum ALTE POST:
vision string quartet
Jakob Encke, Violine; Daniel Stoll, Violine; Leonard Disselhorst, Cello; Sander Stuart, Bratsche
In Kooperation mit der Mozartgesellschaft
Programm: Joseph Hadn: Streichquartett G-Dur op. 77/1; Grazyna Bacewicz: Streichquartett Nr. 4; Robert Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41/3
2012 gegründet, hat sich das vision string quartet innerhalb kürzester Zeit in der internationalen Streichquartett-Szene etabliert. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, zwischen dem klassischen Streichquartett-Repertoire, ihren Eigenkompositionen und Arrangements aus Jazz, Pop und Rock zu „wandeln“, stellen die vier jungen Musiker aus Berlin die klassische Konzertwelt auf den Kopf.

Freitag, 27. September, 20.00 Uhr, Festhalle Pirmasens:
Beethoven-Groove mit dem Folkwang Kammerorchester / Crossover-Quartett Uwaga!
Leitung: Johannes Klumpp
Programm: Ludwig v. Beethoven/Arr. Uwaga!: „Ode an die Freude“ (9. Sinfonie d-Moll op. 125/7), Sinfonie A-Dur op. 92, „Für Elise“, „Mondscheinsonate“; Ludwig v. Beethoven/Prodigy: Allegro/Smack my bitch up & Adagio, aus Pathetique Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13
Die klassische Musik ist die Heimat des Folkwang Kammerorchesters, das mit dem Crossover-Quartett Uwaga! zu neuen Ufern und einem Mix aus Tradition und Moderne, aus Altbekanntem und Neuem aufbricht. Viel Liebe und Respekt kennzeichnen die Herangehensweise der Musiker an Beethovens Werke, die sie mit dem Balkan und dem Orient, mit Swing und Rock konfrontieren.

Freitag, 18. Oktober, 20.00 Uhr, Festhalle Pirmasens:
Släpstick – die Musik-Comedy-Sensation aus den Niederlanden
Fliegende Geigen und Rollschuh fahrende Ballerinos: Die fünf Vollblutmusiker von Släpstick vereinen Slapstick mit Situationskomik und spielen zusammen mehr als 100 Instrumente. In der Tradition von Charlie Chaplin, Buster Keaton und Laurel & Hardy bieten sie eine temperamentvolle Show voller Akrobatik, virtuoser Musikalität und bezaubernd absurden Einfällen.

Mittwoch, 23. Oktober, 20.00 Uhr, Festhalle Pirmasens:
Sebastian Koch liest: Die Kreutzersonate
Lesung aus Leo Tolstois Novelle „Die Kreutzersonate“ (1889); Ludwig v. Beethoven: Kreutzersonate A-Dur op. 47
Sebastian Koch, Rezitation; Anna Buchberger, Klavier; Erik Schumann, Violine
Ein Mann begeht einen Eifersuchtsmord, weil seine Frau mit einem Geiger Beethovens „Kreutzersonate“ musiziert. Was wie ein Krimi klingt, wird bei Tolstoi zu einer der psychologisch dichtesten, aber auch umstrittensten Erzählungen der Weltliteratur. Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler Sebastian Koch lässt die Beichte des Ich-Erzählers aus Tolstois Novelle lebendig werden. Für die musikalische Begleitung in Form der namensgebenden Beethoven-Sonate konnten mit der Pianistin Anna Buchberger und dem Violinisten Erik Schumann herausragende Künstler gewonnen werden.

Sonntag, 27. Oktober, 18.00 Uhr, Forum ALTE POST:
Liederabend mit Klaus Mertens
Volodymyr Lawrynenko, Klavier
Programm: Johannes Brahms: „Die schöne Magelone“ op. 3315 – Romanzen aus Ludwig Tiecks Erzählung
Die schöne Magelone 2019? Kann eine Liebesgeschichte aus dem 15. auch im 21. Jahrhundert noch von Interesse sein? Wir bereisen fremde Länder und lernen deren Kultur und die Menschen auch in unserem eigenen Land kennen. Entscheidend bleibt – damals für den Grafen Peter wie heute für den modernen Menschen – die Offenheit für andersartige, ungewohnte, „fremde“ Menschen, ihre Kultur, Religion etc.
Der Liederzyklus von Johannes Brahms ist umgesetzt aus den Erzählungen des Dichters Ludwig Tieck, die auf dem Roman „Pierre de Provene et la belle Maguelonne“ von 1453 (Verfasser unbekannt) basieren.

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter http://www.pirmasens.de erhältlich.

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