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Ein, zwei oder drei Sterne: Welche Elektroausstattung passt zum Eigenheim?

Initiative ELEKTRO+ erklärt, was Bauherren und Modernisierer über die Ausstattungsstufen nach RAL-RG 678 wissen sollten.

Ein, zwei oder drei Sterne: Welche Elektroausstattung passt zum Eigenheim?

Elektroplan (Bildquelle: @Elektro+)

Bei Hausbau oder Modernisierung beschäftigen sich viele Bauherren intensiv mit Bodenbelägen, Küche oder Bad. Die Elektroinstallation bekommt dagegen wenig Aufmerksamkeit, mit der Folge: zu wenige Steckdosen, fehlende Anschlüsse, teure Nachrüstungen. Orientierung bietet die Richtlinie RAL-RG 678: Ein, zwei oder drei Sterne stehen für Mindest-, Standard- oder Komfortausstattung. „Eigenheimbesitzer können bei der Planung eines Bauprojekts noch nicht wissen, wie viele Steckdosen sie tatsächlich brauchen“, beschreibt Johannes Hauck, Experte der Initiative ELEKTRO+, das Problem. „Aber sie wissen sehr wohl, wie komfortabel es im Eigenheim sein soll. Anhand dieser Vorstellung können sie mit der Richtlinie vor dem Bauprojekt die Elektroausstattung festlegen.“ Zusätzlicher Vorteil: Wer sich schon bei der Planung gründlich Gedanken über die benötigte Anzahl der Steckdosen und Anschlüsse macht, muss später nicht nachbohren oder Wände wieder öffnen.

Elektroinstallation nach RAL-RG 678: Was bedeuten die Sterne?

Die RAL-RG 678 ist keine gesetzliche Vorschrift, sondern eine anerkannte Planungshilfe für Bauherren, Modernisierer und Elektrofachbetriebe. Die Sterne bewerten nicht die Qualität, sondern den Umfang der Ausstattung.

1-Stern-Installation: Mindestausstattung

Die Mindestausstattung deckt den Grundbedarf an Steckdosen, Beleuchtungsanschlüssen und Stromkreisen ab. Bereits diese Stufe sieht eine Reserve von 20 Prozent im Stromkreisverteiler vor, für spätere zusätzliche Stromkreise.

2-Sterne-Installation: Standardausstattung

Die Standardausstattung bietet mehr Steckdosen, Beleuchtungsanschlüsse und Reserven als die Mindestausstattung, für mehr Wohnkomfort und leichtere Anpassung an neue Anforderungen.

3-Sterne-Installation: Komfortausstattung

Die Komfortausstattung bietet die meisten Steckdosen, Beleuchtungs-, Netzwerk- und Datenanschlüsse sowie die größte Reserve, inklusive Vorbereitung für moderne Anwendungen und Smart-Home-Lösungen.

Warum die Mindestausstattung oft nicht ausreicht

Wie schnell die Mindestausstattung an ihre Grenzen stößt, zeigt das Wohnzimmer: Für Räume über 20 Quadratmetern sieht sie nur sieben Steckdosen vor, rund um eine moderne TV-Wand mit Fernseher, Receiver, Soundbar und Spielekonsole oft zu wenig. „Eine zu knapp geplante Elektroausstattung ist nicht nur unpraktisch, sondern kann auch Sicherheitsrisiken mit sich bringen“, warnt Hauck.

Welche Elektroausstattung passt zu Ihrem Zuhause?

Welche Ausstattungsstufe sinnvoll ist, hängt vom Budget, der Nutzungsdauer und künftigen Plänen ab. Wer in den kommenden Jahren ein Elektroauto, eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe oder Smart-Home-Technik nutzen möchte, sollte diesen Bedarf schon bei der Planung mitdenken, ebenso wie den steigenden Bedarf, wenn aus dem Kinderzimmer später ein Arbeitszimmer wird. Ein Praxistipp: Zusätzliche Leerrohre lassen später Kabel für Glasfaser, Netzwerk oder eine Wallbox einfacher nachrüsten, ohne Wände erneut zu öffnen.

Plus-Ausstattungswerte: So wird das Zuhause Smart-Home-fähig

Wer zusätzlich auf Smart-Home-Anwendungen vorbereiten möchte, orientiert sich an den Plus-Ausstattungswerten 1plus, 2plus und 3plus. Sie beschreiben die Vorbereitung beziehungsweise Umsetzung von Funktionen wie einer Rollladen-, Beleuchtungs- oder Heizungssteuerung: 1plus verlangt nur die bauliche Vorbereitung, 2plus mindestens einen umgesetzten Funktionsbereich, 3plus mindestens zwei.

Was kostet eine bessere Elektroausstattung?

Die Kosten hängen unter anderem von Gebäudegröße, Grundriss und Ausstattung ab. Ein Rechenbeispiel (Stand: Dezember 2025): Bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und Gesamtbaukosten von 400.000 Euro liegt die Mindestausstattung bei etwa 10.500 bis 16.000 Euro, die Standardausstattung bei 15.000 bis 19.500 Euro und die Komfortausstattung ab rund 24.000 Euro. Der Aufpreis für mehr Komfort ist damit überschaubar, die Initiative ELEKTRO+ empfiehlt mindestens Ausstattungswert 2, also Standardausstattung. „Bauherren können so sicher sein, dass sie nicht an der falschen Stelle sparen“, betont Hauck.

Raumplaner unterstützt bei der Planung der Elektroinstallation

Wie viele Anschlüsse braucht welcher Raum? Die Initiative ELEKTRO+ bietet dafür das kostenlose RAL Online-Tool Raumplaner an. Nutzer wählen den Ausstattungswert und die relevanten Räume aus, etwa Küche oder Schlafzimmer, aber auch Terrasse oder Garage. Das Ergebnis lässt sich als PDF speichern, eine gute Grundlage für das Gespräch mit dem Elektrofachbetrieb. Wer lieber auf Papier plant, kann die Broschüre Raumplaner auch als PDF herunterladen. Ergänzend steht eine Broschüre zur RAL-RG 678 zum Download bereit.

Raumplaner, Broschüren, weitere Informationen sowie die Fachbetriebssuche finden Interessierte unter www.elektro-plus.com.

Die Standards der Elektroausstattung in Wohngebäuden zu verbessern und Bauherr:innen und Modernisierer:innen herstellerübergreifend und markenneutral über die Vorteile einer modernen, zukunftssicheren Elektroinstallation aufzuklären, ist Anliegen der Initiative ELEKTRO+. Die Initiative vereint die Fachkompetenz führender Markenhersteller und Verbände der Elektrobranche. Weitere Informationen unter www.elektro-plus.com

Firmenkontakt
Initiative ELEKTRO+
Claudia Oberascher
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin
030/300199 1372
http://www.elektro-plus.com

Pressekontakt
becker döring communication
Anja Becker
Löwenstraße 4-8
63067 Offenbach
069 – 4305214-14
http://www.beckerdoering.com

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