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Die Amerikanische Revolution nach dem Independence Day: Virginia erzählt 250 Jahre USA weiter

Neue Ausstellungen in Yorktown und Williamsburg, die African Landing Commemoration in Fort Monroe und ein neues Theaterstück in Abingdon zeigen, wie vielschichtig Virginias Jubiläumsprogramm 2026 angelegt ist.

Die Amerikanische Revolution nach dem Independence Day: Virginia erzählt 250 Jahre USA weiter

In Colonial Williamsburg ist viel von Virginias historischem Erbe zu erleben.

Die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ebnete den Weg zur Staatsgründung der USA, doch sollte es noch Jahre dauern, bis die ehemaligen englischen Kolonien eine Nation im Frieden waren. Entsprechend laufen in Virginia, wo entscheidende Ereignisse der Amerikanischen Revolution stattfanden, die Feierlichkeiten anlässlich des 250-jährigen Jubiläums auch nach dem Unabhängigkeitstag weiter. Die Virginia American Revolution 250 Commission (VA250) hat dazu große Events angesetzt: Ausstellungen, eine Gedenkveranstaltung und ein neues Theaterstück, die jeweils einen eigenen Blick auf die Geschehnisse von damals werfen. Das Programm reicht bis 2031, dem 250. Jahrestag der Belagerung von Yorktown im Südosten Virginias, dem militärischen Schlusspunkt des Unabhängigkeitskriegs.

Neue Ausstellungen im Historischen Dreieck

Das American Revolution Museum at Yorktown präsentiert jetzt die VA250-Leitausstellung Give Me Liberty: Virginia & The Forging of a Nation, die bis Januar 2027 Virginias Weg von der britischen Kolonie zur treibenden Kraft der Unabhängigkeitsbewegung beleuchtet. Nur wenige Kilometer entfernt zeigen die Art Museums of Colonial Williamsburg in Declarations of Independence zeitgenössische Flugblätter und Zeitungsbeilagen, die die Verbreitung der Unabhängigkeitserklärung im ganzen Land nachvollziehbar machen.

Gedenkveranstaltung: Afroamerikanische Geschichte in Fort Monroe

Einen anderen historischen Zugang eröffnet die African Landing Commemoration am 22. August 2026 in Fort Monroe an der Mündung des James River. Dort wurden 1619 die ersten dokumentierten versklavten Afrikaner in der englischen Kolonie Virginia an Land gebracht; der Ort erlangte später als „Freedom’s Fortress“ Bekanntheit, weil im späteren Bürgerkrieg zahlreiche Geflüchtete dort Schutz suchten. Die Gedenkveranstaltung mit feierlicher Glockenzeremonie würdigt afroamerikanische Geschichte, Kultur sowie Widerstandskraft und findet auf dem Platz des neu errichteten African Landing Memorial statt, das unter anderem aus Granitelementen aus Angola, der Herkunftsregion der Verschleppten, entstanden ist.

„Kings Mountain“ am Barter Theatre

Das Barter Theatre in Abingdon im tiefen Südwesten Virginias ist ebenfalls Teil der Kulturgeschichte des Bundesstaats: 1933 während der Großen Depression gegründet, konnten Besucher ihren Eintritt damals mit Lebensmitteln oder Vieh bezahlen. Heute ist es Virginias State Theatre und gilt als das am längsten durchgehend bespielte Schauspielhaus der USA. Ab dem 17. September 2026 wird das Stück „Kings Mountain“ von Catherine Bush gezeigt, ein VA250-Signature-Event zur Schlacht am Kings Mountain 1780, einem Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg. Die Inszenierung verbindet historische Ereignisse mit gegenwärtigen Perspektiven und fragt, was Freiheit bedeutete, wenn sie nicht für alle galt. Die Produktion läuft bis zum 31. Oktober 2026. Vom 24. bis 27. September 2026 zelebriert Abingdon zudem das große LibertyFest mit Straßentheater, Musik, Handwerk und vielem mehr im gesamten Stadtgebiet. Laiendarsteller stellen zentrale Szenen aus der Revolutionszeit dar, und nicht nur Sportfans dürfen sich auf ein Baseballspiel im Stil von 1860 freuen.

Zwei Jahrestage in Colonial Williamsburg

Colonial Williamsburg ist im Oktober 2026 Schauplatz gleich zweier besonderer Jubiläen. Am 7. Oktober wird im Colonial Capitol der 250. Jahrestag des First Virginia General Assembly Meeting begangen, der ersten Sitzung der neu gegründeten Legislative des unabhängigen Commonwealth of Virginia. Die Versammlung tagte bis zum 21. Dezember 1776 und löste die bisherige Kolonialregierung ab. Die Historic First Baptist Church of Williamsburg feiert am 9. Oktober ihr 250-jähriges Bestehen. An diesem Tag wird das rekonstruierte African Baptist Meeting House, das erste feste Gotteshaus der Gemeinde, an seinem ursprünglichen Standort in der Nassau Street eingeweiht.

Virginia 250 Passport: Geschichte zum Sammeln

Wer die Schauplätze der Revolution individuell erkunden möchte, kann dafür den Virginia 250 Passport nutzen. Das kostenlose Sammelheft führt zu 70 historischen Stätten in fünf Regionen, darunter Mount Vernon, Colonial Williamsburg und Monticello. An jeder Station gibt es einen Stempel sowie Ermäßigungen auf den Eintritt. Der Virginia 250 Passport liegt bei zahlreichen teilnehmenden Attraktionen, Museen sowie in Visitor und Welcome Centers aus.

Weitere Informationen stehen unter www.va250.org (https://www.va250.org) sowie unter www.virginia.org (https://www.virginia.org) oder auf dem deutschsprachigen Facebook-Kanal www.facebook.com/VirginiaUSADeutschland (https://www.facebook.com/VirginiaUSADeutschland) zur Verfügung.

Der Bundesstaat Virginia im Osten der USA beeindruckt mit historischen Stätten, vielfältigen Landschaften von Bergmassiven bis Küstenabschnitten sowie einer kreativen kulinarischen Szene einschließlich zahlreichen Weingütern und Craft-Beer-Brauereien.

Firmenkontakt
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