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Reformpaket: Ein guter Anfang, aber es muss noch mehr kommen

Bürokratieabbau schafft Freiräume für Investitionen und Innovationen / Koalition muss Reformweg nun konsequent weitergehen / Sozialabgaben und Staatsausgaben senken / brauchen Befreiungsschlag

Reformpaket:  Ein guter Anfang, aber es muss noch mehr kommen

HAGEN – 08. Juli 2026. „Grundsätzlich positiv“, bewertet Angelo Castrignano das Reformpaket. Laut dem neuen Vorsitzenden des Industrieverbandes Blechumformung (IBU) greift das „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ viele Forderungen des industriellen Mittelstandes auf. „Wir begrüßen die Fortschritte in Sachen Bürokratie und Genehmigungsverfahren“, so Castrignano. „Sie reichen aber nicht aus, um Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Dafür sind Sozialabgaben und Staatsausgaben viel zu hoch. Die Koalition muss den Reformweg konsequent weitergehen“.

„Politik hat die Probleme der Unternehmen erkannt“
Die angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau sind für die Zulieferindustrien, vor allem im Automotive-Sektor, ein wichtiger Schritt: „Weniger Dokumentations- und Berichtspflichten, keine endlosen Vorgaben. Die Politik hat die Probleme der Unternehmen erkannt“, lobt der IBU. Das schaffe Freiräume für Investitionen, Innovationen und unternehmerisches Handeln.

Genehmigungsfiktion wird Investitionen ermöglichen und beschleunigen
Auch die Genehmigungsfiktion ist ein klarer Fortschritt. Künftig sollen Vorhaben im Regelfall als genehmigt gelten, wenn Behörden innerhalb von vier Monaten nach vollständiger Antragstellung keine Entscheidung treffen. „Das wird Investitionen ermöglichen und beschleunigen“, unterstreicht Angelo Castrignano. „Auch die arbeitsrechtlichen Reformen gehen in die richtige Richtung. Wichtig ist nun, dass die Politik sie konsequent auf die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ausrichtet.“

Nachhaltiger wirtschaftspolitischer Kurswechsel gefragt
Die Reformen sind ein guter Anfang, aber es muss noch mehr kommen. Gefragt ist ein nachhaltiger wirtschaftspolitischer Kurswechsel. „Die Arbeitskosten müssen im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig werden. Stetig steigende Sozialabgaben belasten Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sie gefährden Investitionen, Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung“, kritisiert Castrignano. Die Politik müsse zudem die Entwicklung der Staatsquote im Blick haben: „Ein wettbewerbsfähiger Standort braucht einen handlungsfähigen, aber schlanken Staat. Wenn es gelingt, Abgabenlast und Staatsausgaben zu senken, können Unternehmen investieren und Arbeitsplätze schaffen.“

„Brauchen echten Befreiungsschlag“
Der IBU-Vorsitzende bleibt optimistisch, erwartet aber weiteren
Reformwillen: „Es scheint, als habe die Politik den Ernst der Lage erkannt.
Jetzt brauchen wir einen echten Befreiungsschlag für mehr Wettbewerbsfähigkeit.
Der industrielle Mittelstand wird diesen Weg konstruktiv begleiten und
unterstützen.“

Bildunterschrift:
Angelo Castrignano, neuer IBU-Vorsitzender:
„Brauchen einen echten Befreiungsschlag für mehr Wettbewerbsfähigkeit“

Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen der Branche betrug im Jahr 2023 rund 24,39 Milliarden Euro bei 97.852 Beschäftigten. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.

Fotos: Industrieverband Blechumformung (IBU) – Abdruck honorarfrei – bitte nur mit Quellenangabe

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Industrieverband Blechumformung (IBU)
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Goldene Pforte 1
58093 Hagen
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http://www.industrieverband-blechumformung.de

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Eva Machill-Linnenberg
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